Wie schnell zehn Tage vergehen

merylWenn die Berlinale ansteht, fragen Bekannte ja gern, ob man sich in Berlin endlich mal auf einen Kaffee verabreden könnte oder welche Filme ich so empfehlen würde. Meistens sind sie danach enttäuscht, da ich weder Zeit für Kaffee habe, noch spontane Empfehlungen für „den einen Film“ aus mehr als 400 Kandidaten geben kann. Die meiste Zeit verbringe ich sowieso nicht im Kino, sondern auf den Randveranstaltungen, am roten Teppich, auf den Pressekonferenzen und den Panels – und die waren in diesem Jahr ziemlich umwerfend: da war eine entspannte Meryl Streep, die 90 Minuten lang über ihre Karriere und Frauen im Filmbusiness sprach; da war Kameralegende Michael Ballhaus, der über seine berühmte 360-Grad-Kamerafahrten sprach und wie blutrünstig Martin Scorsese manchmal gestimmt war; da war George Clooney, der alle mit politischen Statements überraschte und so einige Personen, die nie ins Rampenlicht kommen, aber mich mit ihrer Zenhaften Ruhe am roten Teppich schwer beeindruckt haben.

Es war nicht mein erstes Mal auf der Berlinale, aber es war das erste Mal, dass ich auf diesem Filmfestival „richtig“ gearbeitet habe. Ja, in den Jahren zuvor, während des Journalistikstudiums, habe ich auch über Filme geschrieben und Kolumnen zu all den kleinen Dingen, die auf und um den roten Teppich geschehen, verfasst. Aber dieses Jahr war voll, ich hatte mehrere Auftraggeber, darunter das Feuilleton der F.A.Z. und kino-zeit.de.

Ein paar Filme habe ich mir dann auch noch ansehen können und natürlich darüber auch geschrieben:

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