Steinbeck ist Schuld

„Wo wir auch in Russland waren, in Moskau, in der Ukraine, in Stalingrad, stets fiel der magische Name Georgien. Menschen, die niemals dort gewesen waren, sprachen von Georgien mit einer Art Sehnsucht und mit großer Bewunderung. In ihren Erzählungen waren die Georgier Übermenschen, große Trinker, große Tänzer, große Musiker, große Arbeiter und Liebhaber.“ John Steinbeck

Irgendwann während meines Journalistik-Studiums fiel mir John Steinbecks „Russische Reise“ in die Hände. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fuhr er gemeinsam mit dem Fotografen Robert Capa durch die Sowjetunion. Das meiste, was sie dort fanden, war reichlich deprimierend, zerstörte Kriegslandschaft. Aber ein Land war anders, voller Gastfreundschaft, Gesang und fröhlicher Menschen. Das war Georgien. Seitdem wusste ich, ich muss dahin.

Was ich dort fand? Viel Gastfreundschaft, gute Tänzer, Gesang, sehnsuchtsvoll am Horizont hängende blaue Berge und Wein. Was für Wein! Darüber könnte man Bücher schreiben, oder eben eine Reportage – so geschehen für das Frankfurter Allgemeine Magazin. 

Der Mann, der Grumpy Cat zum Klassiker machte

Grumpy Cat, die mürrische Katze aus Amerika, wirbt nun sogar für Opel – und sie hat einen eigenen Manager. Wie macht man eine Katze zum Star? Und warum ist das Internet so fasziniert von Tieren? Dies und einiges mehr habe ich mit Grumpy-Cat-Manager Ben Lashes diskutiert. Die Katze musste währenddessen bei einem Fotoshootings hart arbeiten. Wie das aussah, steht in der Novemberausgabe des Frankfurter Allgemeine Magazins und auf FAZ.NET.

Sake zum Dinner?

img_2830Richie Hawtin ist Techno-DJ und Japan-Fan. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit Sake, nun will er ihn als Dinner-Drink bekannt machen. Passt das?

Im schönen Pauly-Saal in Berlin hatte Hawtin zusammen mit Sternekoch Arne Anker ein Menü erarbeitet. Wie das ankam, ist auf FAZ.NET zu lesen.

Ein Interview mit Richie Hawtin über seine Faszination für Sake erschien in der Weihnachtsausgabe des Frankfurter Allgemeine Magazins.

Zurück nach Dresden

Während meines Studiums in Dresden habe ich immer wieder von den Werkstätten in Hellerau gehört. Für einen Besuch war aber nie Zeit. Die nahm ich mir nun für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, um die Geschichte der Gartenstadt zu ergründen und herauszufinden, wie aus einem Vorzeigeprojekt der Lebensreformbewegung zunächst eine Werkstatt für DDR-Schrankwände und dann eine Manufaktur für den Yachtinnenausbau wurde. Die Reportage erschien auch online auf FAZ.NET.

Wie der Schmuck auf den roten Teppich kommt

IMG_7400Ich kenne Cannes bisher in der Nebensaison. Im vergangenen Jahr hielten wir dort während eines Roadtrips entlang der Cote d’Azur. Schon damals war viel los. Als ich dieses Jahr jedoch für das Filmfestival wiederkehrte, glich das Nebensaison-Cannes einem Klostergarten.

Der Gegensatz mag besonders hart ausgefallen sein, weil wirklich jeden Tag verdammt viel zu tun war:

Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung recherchierte ich, woher die Stars und Sternchen ihren Schmuck für den roten Teppich bekommen: Der Ohrring soll ja nicht im Schrank liegen. 

Für das neue „Woche“-Magazin der F.A.Z. interviewte ich Jonathan Liddell zu seinem Film „Wrong Elements“, in dem er ehemalige Kindersoldaten in Uganda begleitet.

Und für Kino-zeit.de schaute ich Filme. Unter anderem diese hier:

„Neruda“ von Pablo Larraín
„L’économie du couple“ von Joachim Lafosse
„Risk“, Laura Poitras Dokumentarfilm über Julian Assange
„Two lovers and a bear“ von Kim Nguyen

Und hörte mir an, warum Chloe Sevigny so lange gebraucht hat, bis sie sich selbst zutraute, Regie zu führen.

Wo liegt das und was machen wir dort?

IMG_6540„Es gibt günstige Flüge nach Cotonou“, sagte der Kollege. „Cotonou“, fragte ich zurück, während ich das Telefon unters Ohr klemmte und schnell das dazugehörige Land googelte. Wo liegt das eigentlich? Gibt es Reisewarnungen? Und was machen wir dort?

Die letzte Frage stellte ich noch am Telefon. „Keine Ahnung“, war die Antwort. „Das finden wir dann heraus, wenn wir da sind.“ Fand ich gut. Also buchten wir. Der Trip nach Benin war meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent. Es wird nicht der letzte gewesen sein.

Im Frankfurter Allgemeine Magazin ist bereits die erste Reportage aus Benin erschienen. Online gibt es den Text über unsere Fahrt entlang der alten Fischereistraße hier:  Parfait

Was trinken sie dort?

Wir fuhren durch Moldau wegen einer ganz anderen Geschichte, aber immer wieder wurde uns Wein vorgesetzt. Er war köstlich, fruchtig und trocken wie der Moldauer Sommer. Warum kennt den eigentlich niemand in Westeuropa, fragten wir uns. Dann besuchten wir den größten Weinkeller des Landes – er ist so groß, dass man mit dem Auto hineinfahren kann. Spätestens da war klar, dass ich darüber etwas schreiben muss. Nun ist die Reportage im Reiseteil der F.A.Z. erschienen.

Auf einen Bellini in Harry’s Bar

IMG_5264Um Harry’s Bar ranken sich in Venedig Legenden. Die meisten sind mit den Namen großer Schriftsteller verbunden: Truman Capote trank hier, der Stammgast Ernest Hemingway verewigte die Bar 1950 in „Über den Fluss und in die Wälder“. Und auch Orson Welles kam, aß viel und trank noch mehr. Meist so viel, dass die Kellner sich fragten, ob Amerikaner nicht ein ganz anderes Verdauungssystem haben.

Während der Biennale feierte in diesem Jahr ein Dokumentarfilm über die Bar seine Premiere. Die Paillettendichte war hoch, die Absätze noch höher. Nur Bellinis gab es nicht. Dafür musste man die Bar schon selbst aufsuchen.

Das hab ich gemacht und darüber für das Frankfurter Allgemeine Magazin geschrieben. Die Reportage gibt’s auf Seite 45.

Der paranoide Diktator und die Bunker

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Albanien war eine der intensivsten Reisen der letzten Zeit. Egal wohin man kommt, überall findet man die Überbleibsel der Diktatur. Besonders hartnäckig halten sich die Bunker, die der albanische Diktator Enver Hoxha im ganzen Land erbauen ließ. Am Strand, im Gebirge oder, wie auf dem Bild zu sehen, direkt in der Hauptstadt Tirana, überall stolpert man über diese Betonmonster in Schildkrötenform. Für den Reiseteil der Frankfurter Allgemeine Zeitung habe ich über den Streifzug auf den Spuren des paranoiden Diktators und seiner Bunker geschrieben: Im Land der tausend Bunker

 

Upcycling

retrouviusIn einem meiner liebsten Cafés in Frankfurt sind seit neuestem die Tische aus unebenen Holzbalken, auf denen die Kaffeetasse oder das Rotweinglas gern mal umkippt. Und weil dieser Einrichtungsstil aus gebrauchtem (oder gebrauchtwirkendem) Holz und Möbeln gerade in den Großstädten inflationär um sich greift, habe ich einen Designer besucht, der mir die Faszination für altes Holz erklären kann. Adam Hills heißt der Mann, er hat in Glasgow studiert und damals aus finanziellen Nöten heraus seine erste Kücheneinrichtung mit Holz aus alten Abrisshäusern gefertigt. Seit mehr als 20 Jahren ist er nun im Geschäft, mittlerweile in London, und die Räume seiner Firma „Retrouvius“ wirken wie ein verwunschener Speicher.

Die Geschichte erschien im neuen Wohnen-Ressort der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Online bitte hier entlang: Altes Holz in neuen Möbeln 

Moldau

Moldau klein für HPWenn jeder Vierte im Ausland nach Arbeit sucht, wie geht es dann den Menschen, die zurückbleiben? Mit dieser Frage bin ich durch die Republik Moldau gefahren und habe gemeinsam mit der Dresdner Fotografin Carola Fritzsche mit Familien und Betroffenen gesprochen.

Wir trafen in einem Dorf im Süden des Landes eine Familie, die sich nur einmal im Jahr sieht. Sprachen im Norden mit einer alten Dame über den Luxus von fließendem Trinkwasser und unterhielten uns schließlich zurück in der Hauptstadt Chisinau mit einer jungen Familie, die nach Jahren der Arbeit im Ausland genug hatte und in ihre Heimat zurückkehrte, um mit dem erwirtschafteten Geld ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Die Reportage wurde im Juli in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht. Online nachzulesen hier: Moldau – ein schönes, leeres Land

Balkan Beads nun auch online

Kurzmitteilung

Meine Recherchen in der nordalbanischen Stadt Shkodra sind bereits als Titelgeschichte des Frankfurter Allgemeinen Magazins erschienen. Nun kann man den Artikel auch online lesen – als kleinen Bonus gibt es mehr Bilder und ein kleines Video, in dem ich etwas über die Suche nach dem Marubi-Archiv erzähle.

Bitte hier entlang: Balkan Beads

Cover-Story „Marubi“

11209354_763739823741099_5442976766629242760_nIn Albania, I first heart of the Italian photographer Marubi, who went to the Balkans in the late 19th century and captured beautiful portraits of a world we rarely know anything about anymore. In the northern town of Shkodra I went looking for his archive which comprises several 100.000 negatives. The whole story with lots of beautiful pictures in Frankfurter Allgemeine Magazin’s May Issue. You will find a PDF of the whole magazine here: www.faz.net/magazin

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In Tirana hörte ich zum ersten Mal vom italienischen Fotografen Marubi, der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Nordalbanien kam und mit seiner Kamera eine längst vergessene Kultur dokumentierte. Sein Archiv mit mehreren 100.000 Negativen ist noch heute erhalten; doch leicht zu finden ist es nicht. Die gesamte Geschichte erschien im Frankfurter Allgemeine Magazin im Mai 2015. Zum PDF des gesamten Magazins bitte hier entlang: www.faz.net/magazin Die Geschichte gibt es ab Seite 48.

Kleines Land, was nun?

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Suzana will ihr Land verlassen, Josip will bleiben. Wie geht es kroatischen Jugendlichen nach dem EU-Beitritt? Mit dieser Frage bin ich mit Multimedia-Journalist Nils Thies nach Kroatien gereist – im Rahmen des Recherchestipendiums „Reporter vor Ort“ der Robert-Bosch-Stiftung.

Wir sind mit dem Bus quer durch das Land gefahren und haben mit Studenten, Jungunternehmern und Mode-Bloggern gesprochen. Daraus entstand eine Reportage, die am 11. Oktober auf Seite 3 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien.

Seit dem Wochenende ist der Beitrag auch online auf FAZ.NET: Kleines Land, was nun?