Sake zum Dinner?

img_2830Richie Hawtin ist Techno-DJ und Japan-Fan. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit Sake, nun will er ihn als Dinner-Drink bekannt machen. Passt das?

Im schönen Pauly-Saal in Berlin hatte Hawtin zusammen mit Sternekoch Arne Anker ein Menü erarbeitet. Wie das ankam, ist auf FAZ.NET zu lesen.

Ein Interview mit Richie Hawtin über seine Faszination für Sake erschien in der Weihnachtsausgabe des Frankfurter Allgemeine Magazins.

Was trinken sie dort?

Wir fuhren durch Moldau wegen einer ganz anderen Geschichte, aber immer wieder wurde uns Wein vorgesetzt. Er war köstlich, fruchtig und trocken wie der Moldauer Sommer. Warum kennt den eigentlich niemand in Westeuropa, fragten wir uns. Dann besuchten wir den größten Weinkeller des Landes – er ist so groß, dass man mit dem Auto hineinfahren kann. Spätestens da war klar, dass ich darüber etwas schreiben muss. Nun ist die Reportage im Reiseteil der F.A.Z. erschienen.

Auf einen Bellini in Harry’s Bar

IMG_5264Um Harry’s Bar ranken sich in Venedig Legenden. Die meisten sind mit den Namen großer Schriftsteller verbunden: Truman Capote trank hier, der Stammgast Ernest Hemingway verewigte die Bar 1950 in „Über den Fluss und in die Wälder“. Und auch Orson Welles kam, aß viel und trank noch mehr. Meist so viel, dass die Kellner sich fragten, ob Amerikaner nicht ein ganz anderes Verdauungssystem haben.

Während der Biennale feierte in diesem Jahr ein Dokumentarfilm über die Bar seine Premiere. Die Paillettendichte war hoch, die Absätze noch höher. Nur Bellinis gab es nicht. Dafür musste man die Bar schon selbst aufsuchen.

Das hab ich gemacht und darüber für das Frankfurter Allgemeine Magazin geschrieben. Die Reportage gibt’s auf Seite 45.

Mailand

trüffel tagliatelle

Ich bin ein großer Freund der italienischen Küche. Als ich erfuhr, dass die Expo in diesem Jahr in Mailand stattfinden wird und sich obendrein rund um das Thema „Essen“ dreht, war klar, dass ich nach Italien musste. Als also alle Journalisten zur Fashion Week nach Milano reisten, ging ich mir dort neue Restaurants anschauen.

Dabei entdeckte ich unter anderem „Tartufi & Friends“ – ein Restaurant, das sich komplett dem Trüffel gewidmet hat. Außerdem besuchte ich einen Koch, der sich vorgenommen hat, die Italiener wieder in die Küche zu bekommen. Beide Geschichten erschienen in der April-Ausgabe des Frankfurter Allgemeine Magazins.

Und hier geht’s zum Download: faz.net/magazin

Finnland: Atomkraft, Rööri und der neue Meatpacking-District

IMG_2487Journalists Network hatte im März zu einer Recherchereise nach Finnland geladen. Ich fuhr mit. In etwas mehr als einer Woche hatte unsere Recherchegruppe nicht nur das Vergnügen den Kult-Finnen M.A. Numminen (auf dem Foto mit unserem Organisationsgenie Jenni Roth) zu treffen.

Wir wollten wissen, warum die Finnen auch nach Fukushima weiter an der Atomkraft festhalten. Antworten fanden wir in Eurajoki, wo nicht nur ein neues Reaktorgebäude, sondern auch das weltweit erste Endlager gebaut werden. Ein Hinweis fiel am häufigsten: finnischer Pragmatismus. Ich habe darüber für die Frankfurter Allgemeine Zeitung geschrieben („Bis zur nächsten Eiszeit“, veröffentlicht am 22. April 2014 im Politikteil).

Aber die Finnen machen sich nicht nur Gedanken, wie sie ihren atomaren Müll sicher entsorgen; im ehemaligen Hafenviertel Kalasatama in Helsinki bauen sie eine Absauganlage für Hausmüll. Wie genau das funktioniert? So: Mit Rööri gegen den Müll (erschienen am 6. April in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung / Drinnen und Draußen).

Obwohl die Woche voller Termine und spannender Interviews war, blieb in bisschen Zeit für eigene Recherchen. Ich habe Wilhelm Relander, den Food Manager der Stadt Helsinki, getroffen. Er hat mir erzählt, wie er die ehemaligen Schlachthöfe der Stadt zum neuen Meatpacking District umgestalten will. „Gastro-Stadt Helsinki“ wurde im Großstadtmagazin Neonlicht auf Deutschlandradio Kultur am 20. April gesendet.